Auf der Tür eines Bauernhaus von Gramogliano, gibt es einen kleinen Stein aus dem Jahr 1607 auf welchem die Aufschrift „Fovet Gremius Iano“ eingeprägt ist. Nach einer Interpretation des 18. Jahrhunderts, erklärt dieser Spruch die Herkunft des Namens Gramogliano, da dieser heißt: „Janus wiegt das Dorf in seinem Schoß“, und zwar Gramogliano Tempel des ländlichen Friedens.
Diese Interpretation würde das Bestehen einer von den römischen Legionären gebauten Straße bestätigen, um Aquileia, die zweitwichtigste Reichsstadt, mit der Pannonia zu verbinden, die Cormons, Corno, Cividale und die Julischen Alpen durchquert. Aber es handelt sich um eine spätere Interpretation, da die ersten Angaben auf das Dorf ins Jahr 1247 zurückführen. Nach einer anderen Interpretation, ist der Ortsname eine Ableitung in-anu des vorlateinischen „gramula“ , eine Röstgrube für Hanf und anderes.
Die Burg von Gramogliano, die im Laufe der Jahrhunderte mehrmals zerstört und wiederaufgebaut wurde ist antiker Herkunft. Ein Turm neben einem Landhaus ist alles was von der antiken feudalen Burg übrig bleibt, die sich mit Hauptturm und Türmen über hunderte von Metern umher ausbreitete. Sie wurde anscheinend vom Herren Vecellio aus Gramogliano erbaut, und diente als Festung im Kampf gegen den mächtigen Lehensherr Magio von Buttrio.
1928 gab der Patriarch von Aquileia, Raimondo della Torre, dem Lehensherr von Gramogliano die Genehmigung einen großen Turm neben der Burg zu errichten und rundherum einen mit Wasser gefüllten Grenzgraben mit Zugbrücke zu erschaffen. Ursprünglich war die Burg also nur eine kleine Festungsburg.
Anfang des 13.Jahrhunderts, wurde die Burg vom Patriarch Ottoboni dei Razzi niedergerissen. Nach der Wiedererrichtung wechselte die Burg in den Besitz von den Herren von Gramogliano zu den österreichischen Herren von Herbenstein über.
1323 schenkte Progna Walterpertoldo von Spilimbergo dem Grafen von Gorizia einen Turm der Burg , die in seinem Besitz stand.
1332 wurde die Burg vom Patriarch Nicolaus I aus Luxemburg zerstört, um den Tod des Vorgängers Bertrando zu rächen, welcher von einigen Lehenherren aus Friaul und aus dem Gorizianischen ermordet wurde.
1424 wurde die Burg von Gramogliano, trotz der Opposition der Lehenherren von Cividale, von den Grafen aus Gorizia, Enrico und Gianmainardo wiedererbaut. Vielleicht wurden die Formen des vergangenen Jahrhundert reproduziert, und zwar mit drei Türmen, die nach Westen gerichtet sind, von welchen der Mittlere auch heute noch besteht, und zwei nach Osten gerichtete.
Im gleichen Jahr eignete sich die Venezianische Republik die Burg an, indem sie dem gebürtigen Herren aus Faedis, dem Grafen Zucco di Cuccagna übergeben wurde. Diese bekräftigten die Abwehr der Burg und in ihr eingeschlossen haben sie der Invasion der Uskokken standgehalten.
Im Jahre 1439 wurde der Teil der Burg, der von Antonio von Cormons gehalten wurde, von Guarnero Pretto von Zucco gekauft. Seit diesem Zeitpunkt blieben die Burg und die am Ort errichteten Häuser im Besitz der Grafen Zucco di Cuccagna bis zum Jahre 1884.
1884 ging der Besitz tatsächlich an Herrn Domenico Visintini über.
1915 wurde die Burg durch Nachlaß an zwei seiner Söhne weitergegeben: Umberto und Antonio.
Letzterer mußte aus finanziellen Problemen seinen Anteil im Jahre 1926 an seinen Bruder Umberto abgeben, welcher der gesetzmäßige Eigentümer der Burg wurde und den landwirtschaftlichen Betrieb begann.
1973 dachte Umberto, daß der Zeitpunkt gekommen war dem Sohn Andrea die Leitung zu übergeben, der seitdem den Impuls gegeben hätte und immer mehr die Tradition des Weinanbaus aufgewertet hätte. Dies bis zum heutigen Tag, mit der Präsenz von Oliviero, Cinzia und Palmira, an welche der Betrieb vom Vater Andrea weitergeleitet wurde.